Oberlandesgericht

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Historie des Brandenburgischen Oberlandesgerichts

Geschichte

Am 1. September 1991 wurde im Ministerium der Justiz des Landes Brandenburg in Potsdam der „Aufbaustab Oberlandesgericht“ eingerichtet. Leiter des Aufbaustabes war der spätere Gründungspräsident des Oberlandesgerichts Dr. Peter Macke. Der Aufbaustab sollte im Zusammenwirken mit den Gerichten und der Generalstaatsanwaltschaft sowie dem Ministerium der Justiz den Aufbau der Justiz des Landes Brandenburg vorantreiben. Zu seinen Aufgaben gehörten neben personellen Angelegenheiten insbesondere die Unterbringung der Gerichte, Mitarbeit an Gesetzgebungsverfahren sowie eine strukturelle Neuorganisation der Gerichtsbarkeit entsprechend den Vorgaben des Gerichtsverfassungsgesetzes. Nachdem die Landesregierung entschieden hatte, das Oberlandesgericht in der Stadt Brandenburg an der Havel zu errichten, zog der Aufbaustab im Sommer 1993 von Potsdam nach Brandenburg in das Gebäude am Gertrud-Piter-Platz 11. Am 1. Dezember 1993 trat das Gerichtsverfassungsgesetz im Land Brandenburg in Kraft. Gleichzeitig wurde das Brandenburgische Oberlandesgericht errichtet.

Gebäude

Das am Rand des historischen Stadtzentrums gelegene Gebäude des Brandenburgischen Oberlandesgerichts wurde in den Jahren 1954/1955 nach Entwürfen der Architekten D. Just, H. Mebes und O. Richter errichtet. Der dreiflügelige Bau umfasst drei Geschosse. Der leicht geschwungenen Fassade ist ein Portalbau vorgelagert, der den Hauptflügel asymmetrisch unterteilt. Das Gebäudeinnere ist entsprechend seiner jeweiligen Nutzung vielfach umgestaltet worden. Das zunächst als Sonderschule beim Zentralkomitee der SED errichtete und später als Bezirksparteischule sowie pädagogische Hochschule genutzte Gebäude diente bis 1990 auch der Unterbringung von zahlreichen Schulungsteilnehmern und Lehrkräften. Heute umfasst das Gebäude neben sechs Sitzungssälen, einer Bibliothek und einer Cafeteria im Erdgeschoss insgesamt 160 Diensträume. Das IT-Dezernat des Gerichts ist in einer Nebenstelle in der Magdeburger Straße 51 untergebracht.

Nutzung des Hauptgebäudes:

1955 – 1972 Sonderschule beim Zentralkomitee der SED
1973 – 1977 Bezirksparteischule der SED
1978 – 1990 Pädagogische Hochschule „Karl Liebknecht“ Potsdam, Institut für die Weiterbildung ausländischer Deutschlehrer
1990 Übergang an die Treuhandanstalt
1990 - 1993 Vermietung an verschiedene Nutzer, u.a. Finanzamt, Grundstücks- und Vermögensamt, Barmer Ersatzkasse, Hotel
1993 Umbauarbeiten für die Aufnahme des zukünftigen Brandenburgischen Oberlandesgerichts
1. Dez. 1993 Errichtung des Brandenburgischen Oberlandesgerichts

Eine nähere Darstellung des Gebäudes sowie seiner Nutzung enthält der Beitrag „Das Gebäude des Brandenburgischen Oberlandesgerichts“ von Marcus Alert in der im NOMOS-Verlag erschienenen Festgabe zur Eröffnung des Brandenburgischen Oberlandesgericht

Letzte Aktualisierung: 30.06.2015